1. Wir Jäger lassen schallen
Ein froh gewaltig Lied, hurra!
Und gelten soll es allen,
Zerstreut in Nord und Süd, hurra!
Im Osten und im Westen,
Wo unsre Fahne weht,
| : Wir zählen zu den Besten,
So lang die Treu‘ besteht. : |
Und sieht man uns so sagt man,
Und alles läuft und rennt:
| : Das sind die Kaiserjäger
Vom ersten Regiment. : |

2. Wenn wir hinausmarschieren
Ins weite, freie Feld, hurra!
Und frisch dort exerzieren,
Es jedem wohl gefällt, hurra!
Da schauen uns die Mädchen
Auch immer gerne zu
| : Und jede möcht‘ im Stillen
Auch so an Jägersbue. : |
Auf d’Nacht, da gibt’s an Drahrer
Mit seiner Jagerin,
| : Wir sind die Kaiserjäger
Vom ersten Regiment. : |

3. Wenn vor dem Feind wir stehen
Mit mutgeschwellter Brust, hurra!
Muß alles in Scherben gehen
Bei unsrer Kampfeslust, hurra!
Bei uns, da gibt’s kein Weichen;
Wir stehen Mann für Mann
| : Stark wie die deutschen Eichen,
Die niemand brechen kann. : |
Und sinkt auch mancher nieder,
Im Herz die Kugel brennt,
| : Wir sind die Kaiserjäger
Vom ersten Regiment. : |

Schöpfer des berühmten Kaiserjägerliedes, Max Depolo, diente 1911 als Einjährigfreiwilliger beim 1. Tiroler Kaiserjägerregiment in Innsbruck. Von seinen Kameraden wurde er zur Schaffung eines Marschliedes animiert und so entstand am 04. November 1911 das Kaiserjägerlied. Bereits im Dezember 1911 wurde das Lied von den Angehörigen der freiwilligen Schule in der Maria Theresienstraße in Innsbruck beim Marsch zur Schießausbildung auf den Bergisel zum ersten Mal öffentlich gesungen.

In der Folge wurde es zum populärsten Lied bei den Kaiserjägern. Schließlich befahl bei Kriegsbeginn 1914 Oberst von Kriegshaber Depolo, sich mit dem Regimentskapellmeister Karl Mühlberger in Verbindung zu setzen, um auf Basis des Kaiserjägerliedes einen Regimentsmarsch zu schaffen. Dieses Bemühen führte schließlich zu einem der berühmtesten österreichischen Militärmärsche – dem „Kaiserjägermarsch“!

Besonders typisch für diesen Marsch ist die einprägsame Einleitung mit den ersten Takten des Deutschlandliedes.

Höhepunkt des Marsches ist jedoch der Schluss mit dem Liedtext des jeweiligen Kaiserjägerregimentes.

Im ersten österreichischen Bundesheer wurde der Kaiserjägermarsch dem Alpenjägerbataillon Nr. 4 als Defiliermarsch verliehen. Seit 1967 ist er der Traditionsmarsch des Jäger Bataillons Nr. 22, welches die Tradition der früheren Tiroler Kaiserjägerregimenter weiterführt.

Nachfolgend die italienische Fassung:

Canzone dei Cacciatori Imperiali

Noi bravi cacciatori
Vogliamo un canto alzar,
Che tocchi tutti i cuori
In terra e sopra ‚l mar;
A nord, a Sud, a Sera,
E dove sorge il Sol,
Spieghiamo la bandiera
Del nostro patrio suol.
Se rapidi qual vento
Passiam, si grida allor:
„Del primo reggimento
Evviva i cacciator!“

Se ’n piazza d’armi andiamo
Le membra ad addestrar,
E ‚l corpo esercitiamo
A correre e a saltar;
S’affollan le ragazze
Agli usci ed ai balcon,
Diventan quasi pazze
Di nostra voce al suon.
La sera a cento a cento
Godiamo il loro amor:
„Del primo reggimento
Noi siamo i cacciator!“

E, per la patria, impavido
Col perfido vicin
Il cacciatore slanciasi
A lotta senza fin;
Senza paura, intrepido,
Non fugge e fermo sta:
Sta come quercia Ercinia,
Che niuno abbatter sa.
Né manda alcun lamento,
Se vien colpito al cuor:
„Del primo reggimento
Tal muore il cacciator!“

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Zitat

„In meiner mehr als 40jährigen Dienstzeit kenne ich die Kaiserjäger nur als Aristokraten der Infanterie. Ich betrachte sie daher als Gardetruppen und werde sie dort verwenden, wo ich einen todsicheren Erfolg erzielen will“. (Feldmarschall S. von Boroevic, Kommandant der Isonzoarmee, 12.08.1915)

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