Der Verein „Tiroler Kaiserjäger Ortsgruppe Süd-Tiroler Unterland“ stellt sich vor!

 

Die Kaiserjäger waren eine Elitetruppe der österreichisch-ungarischen Monarchie. Ihren Namen verdanken sie ihrem Gründer und Oberstinhaber Kaiser Franz I., welcher 1815 die Aufstellung einer Truppe anordnete, der ausschließlich Tiroler und Vorarlberger angehören durften. Es gibt demnach kaum eine Familie in unserem Land, welche nicht einen Kaiserjäger unter ihren Vorfahren aufzuweisen hätte.

Stolze Adjustierung des Verbandes waren der schwarze Hut mit Federbusch, die grünen Aufschläge am hechtgrauen Waffenrock, sowie das Jägerhorn mit dem Tiroler Adler auf dem Hut.

Die ersten Einsätze führten die Einheit nach Rieti bei Rom. Auf dem Rückmarsch von dort exhumierten die Kaiserjäger in Mantua die Gebeine Andreas Hofers und überführten sie nach Innsbruck. Die Kaiserjäger kämpften später u.a. in Italien in den Jahren 1848 und 1849 unter Feldmarschall Radetzky, sowie 1859 und 1866. Im ersten Weltkrieg wurden sie an der russischen sowie an der italienischen Front eingesetzt.

Mit dem Ende der Donaumonarchie 1918 ging auch die Geschichte dieser Einheit zu Ende.

 

Dieses Regiment, welches blos aus Landeskindern gebildet werden soll, wollen Seine k.k. Majestät gleich in seinem Entstehen durch Seinen Namen ehren. Auf ewige Zeiten wird es den Namen „Kaiser=jäger“ tragen (aus dem Stiftsbrief 17.10.1815)

 

Der Verein “Tiroler Kaiserjäger Ortsgruppe Süd-Tiroler Unterland” mit Sitz in Auer wurde 1998 mit der Zielsetzung gegründet, die Geschichte dieser altösterreichischen Einheit und damit die Geschichte unserer Vorfahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern an die Heldentaten und Opfergänge zu erinnern, welche diese Soldaten an den verschiedenen Kriegsschauplätzen vor allem im 1. Weltkrieg (Galizien, Isonzo- und Dolomitenfront), vollbracht haben. Aufgabe des Vereines ist somit die Vermittlung eines Teils unserer Tiroler Geschichte, insbesondere die Traditionspflege der 4 Tiroler Kaiserjägerregimenter, sowie die feierliche Gestaltung und Beteiligung an Gedenkfeiern, und die Organisation von kulturellen Veranstaltungen wider das Vergessen.

Zu diesem Zweck treten die Mitglieder des Vereines in der historischen Paradeuniform auf, welche exakt den Adjustierungsvorschriften von 1910 entspricht. Neuerdings hat sich dazu auch die Felduniform gesellt. Auch der Ablauf der Veranstaltungen entspricht genau den historischen Dienstvorschriften, so z.B. wurde die Fahnenweihe am 04. Juni 2000 in Schloß Sallegg in Kaltern laut Reglement von 1895 vorgenommen. Bei der Fahne handelt sich um eine originalgetreue Nachahmung der originalen, von Kaiser Franz Joseph gestifteten Fahne von 1895.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß unser Jahresprogramm eine Mischung aus feierlichen Anlässen jeglicher Art (Feldmessen, Gedenkfeiern, Kranzniederlegungen), kulturellen Aktivitäten (Besichtigung von Ausstellungen, Kriegsschauplätzen und Museen, wie das Kaiserjägermuseum in Innsbruck) und natürlich auch geselligen Stunden in Im- und Ausland ist.

 

„In meiner mehr als 40jährigen Dienstzeit kenne ich die Kaiserjäger nur als Aristokraten der Infanterie. Ich betrachte sie daher als Gardetruppen und werde sie dort verwenden, wo ich einen todsicheren Erfolg erzielen will“. (Feldmarschall S. von Boroevic, Kommandant der Isonzoarmee, 12.08.1915)

 

Der Verein „Tiroler Kaiserjäger – Ortsgruppe „Südtiroler Unterland“ gehört dem Tiroler Kaiserjägerbund in Innsbruck als zehnte und bislang einzige Ortsgruppe in Südtirol an. Der Tiroler Kaiserjägerbund selbst wurde 1922 zur Pflege echter Kameradschaft, Förderung gemeinsamer Interessen, Fürsorge für notleidende Kameraden und Unterstützung der Familien der Gefallenen der ehemaligen Kaiserjägerregimenter gegründet. Der Tiroler Kaiserjägerbund mit seinen Ortsgruppen ist somit der einzige auch von offizieller Seite anerkannte und historisch berechtigte Verband, dem es zu steht, die Tradition der Kaiserjäger weiterzuführen. Andere, außerhalb des Bundes stehende oder unter ähnlichem Namen auftretende Vereine stehen nicht in der Tradition der Tiroler Kaiserjäger, sind nicht anerkennungswürdig und werden von uns auch nicht anerkannt. Einzige Ausnahme bildet der 1921 zur Erhaltung des Andenkens an die Kaiserjäger gegründete Alt-Kaiserjäger Klub, dem nur Offiziere der Kaiserjägerregimenter angehören konnten und der sich heute mit der Erhaltung des Kaiserjägermuseums und der Bergiselanlagen befasst.

Unsere Tätigkeiten umfassen neben den einzelnen Ausrückungen die Jahreshauptversammlung, sowie ein Vereinstreffen an jedem ersten Donnerstag im Monat. Zur Zeit zählen wir 20 uniformierte und fördernde Mitglieder.

In Treue fest!

Die Tiroler Kaiserjäger


 

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Zitat

„In meiner mehr als 40jährigen Dienstzeit kenne ich die Kaiserjäger nur als Aristokraten der Infanterie. Ich betrachte sie daher als Gardetruppen und werde sie dort verwenden, wo ich einen todsicheren Erfolg erzielen will“. (Feldmarschall S. von Boroevic, Kommandant der Isonzoarmee, 12.08.1915)

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